Zuhause gefunden 2019 Halbjahr 2


Püppi, vormals Nikita



Was wirklich wichtig ist im Leben, lernt Nikita gerade erst kennen.

Was musste das Mädchen alles durchmachen?

Erst musste sie Welpen am laufenden Band produzieren unter schlimmsten Bedingungen. Nie ausreichend zu futtern, kein kusche-liges Bett, kein Spiel und Spaß in der freien Natur.
Menschliche Aufmerksamkeit haben nur ihre kleinen niedlichen Welpen bei Verkauf bekommen.  Zuneigung und Streicheleinheiten: Fehlan-zeige

Als sie zu alt wurde für die Welpenproduktion, wurde Nikita eiskalt ins Tierheim abgeschoben. Damit war dieser Lebensabschnitt vorbei. Wer will aber schon so eine alten ausgemergelten Zuchtmaschine, die nichts auf der Welt kannte, noch ein schönes Zuhause geben? Die wenigsten Menschen, die meisten sehen nur das Äußere, die kaputte Seele interessiert niemanden.  
Der Rest ihres Lebens im Tierheim war vorprogrammiert. Eine unter vielen.  Nikita schloss sich ihrer Leidensgefährtin Dixie an, Dixies Leben verlief ähnlich. Sie gehörten zusammen und sie sollten zusammen bleiben.
Gerade die älteren Tiere liegen uns besonders am Herzen und wir haben spontan die Übernahme der beiden Omis zugesagt. Wir wussten es wird nicht einfach für beide Omis noch ein Zuhause zu finden und es hat sehr lange gedauert bis sich Menschen für sie interessiert haben. Der Winter, das Frühjahr und fast der ganze Sommer gingen ins Land, aber dann war der große Tag gekommen. Sie durften zu Familie V. ins Bergische umziehen. Eigentlich wollte Familie V. nur einer älteren Boxerhündin ein Zuhause geben, aber wir wussten alle, viel Zeit bleibt Dixie nicht mehr und niemand hat es übers Herz gebracht, Dixie zurückzulassen. Dixie durfte als Pflegeboxeromi mit umziehen.  Den beiden Omis hat es gefallen, endlich ein Zuhause und sie haben die morgendlichen Leberwurstbrote genossen. Sie waren zusammen angekommen. Nach ein paar Tagen wurde Dixie immer ruhiger, sie wollte nicht mehr essen und trinken, Nikita dagegen wurde immer unruhiger, bellte, versuchte Dixie zu animieren, aber nichts half. Dixie Lebensuhrzeiger stand auf kurz vor zwölf, sie spürte Nikita war fortan in guten Händen und jetzt kann ich loslassen.  Die Tierärztin konnte Dixie nicht mehr helfen und sie ist im Beisein von Nikita ganz ruhig über die Regenbogenbrücke gegangen.

Die ersten Tage nach Dixies Tod waren natürlich schrecklich für Nikita, überall wurde gesucht und auch jetzt ist Nikitas Lieblingsplatz im Garten unter der Bank, wo Dixie so gerne gelegen hat. Die Trauer um ihre Gefährtin ist noch groß, aber Nikitas Lebensgeister kehren zurück. Sie genießt es, von Frauchen bekocht zu werden, das obligatorische Frühstücksleberwurstbrot ist selbstverständlich, selbst an die täglichen Spaziergänge findet sie langsam Gefallen, es gibt so viel in der großen weiten Welt zu entdecken. Nikita ist auf dem besten Weg ein normales Boxermädchen zu werden, sie wird zwar nie vor Selbstsicherheit strotzen, aber sie beginnt zu leben und das ist das Allerwichtigste. Nichts soll sie mehr an die Vergangenheit erinnern und daher ist aus der Nikita, die Püppi geworden und das ist auch gut so.  

Das Team von HKB möchte sich von ganzem Herzen bei Familie V. bedanken, Sie haben Dixie auf ihren letzten Weg begleitet und bereiten jetzt Püppi ein hoffentlich, langes sorgenfreies Boxerleben. Das ist nicht selbstverständlich und wir können nur unsere Hoch-achtung vor so viel gelebter Tierliebe aussprechen.

 

 

 

 

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Leo



Eine ergreifende Geschichte vom Kommen und Gehen.

Leo, ein Boxerrüde im Alter von 9 Jahren, unter schlimmen Beding-ungen und völlig isoliert, lebte seit Jahren in einer Gartenkolonie in der Uckermark.


Nach einem Hinweis, danke Bea, konnten wir in Zusammenarbeit mit dem Hundehotel Lausitz, schnell helfen.

Wir haben ihn sofort vor Ort tierärztlich versorgt, abgeholt und im Hundehotel Lausitz untergebracht. Leo bei den hochsommerlichen Temperaturen quer durch die Republik zu fahren, wäre unverant-wortlich gewesen.

Doreen, die Zweibeinerchefin vom Hundehotel, ist schon jahrelang immer sofort zur Stelle, wenn Not am Boxer ist und wusste Rat. Dank ihrer guten Kontakte und treuen Helfer, sind Gaby und Alex, die Boxerfahrer, ohne zu zögern bei 35°C am Morgen losgefahren und haben insgesamt 700 km zurücklegt, um Leo aus seiner Misere zu befreien. Gaby und Alex sind seit 10 Jahren an Doreens Seite und helfen selbstlos, wenn ein Nothund gemeldet wird.
So etwas ist nicht selbstverständlich.

Aber es wird noch schöner. Zwei Nächte verbrachte Leo im Quarantänebereich des Hundehotels, dann holten ihn seine Abholer nach Hause. Leo lebt seitdem bei Gaby, Alex und Chatta, einer blinde Boxerhündin der Familie.

Seht Euch die Bilder von Leos neuem Zuhause an, eine tolle Vermittlung ..... und Leo, tue deiner neuen Familie den Gefallen, bleibe gesund und nerve sie noch lange mit deinem ungebremsten Boxertemperament.

Alle Liebe von uns

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Louis



Eine schöne Geschichte zum Start ins Wochenende.
Wir haben für unseren Louis ein neues Zuhause gefunden. Es gibt eben auch Menschen, die für die Aufnahme eines fast 13-jährigen Hundes eine Fahrt von 1.200 km auf sich nehmen.
Christina und Martin sind mit ihrer Hün-din Naomi aus der Nähe von Frankfurt am Main zu uns gekommen und haben den Louis abgeholt. Louis und Naomi, auch schon ein betagtes Jack Russel Hundemädchen, konnten sich Zeit neh-men zum Kennenlernen. Sie kamen mit dem Wohnmobil und die Hunde hatten alle Zeit der Welt sich aneinander zu gewöhnen.
Nun sind ein paar Wochen vergangen und sie sagen, uns gibt es nur noch zu viert und Louis darf bleiben.
Danke an Claudia vom Tierschutzverein Hund Katze Boxer e.V., sie hat die so wichtige Vorkontrolle vor Ort durchge-führt und uns grünes Licht für diese Vermittlung gegeben.
Danke an Christina und Martin, ihr habt das Herz auf dem richtigen Fleck.
Wir wünschen Euch mit Louis noch eine schöne Zeit. So wie wir ihn kennenge-lernt haben, wird er Euch viel Freude bereiten.
Mach’s gut Louis und bleib schön gesund….
Hundehotel Lausitz
Doreen Dühn

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